Verabschiedung P.Lötscher
Verabschiedung Pater Lötscher mit Dekan Wenninger
Verabschiedung P.Lötscher Eintrag Goldenes Buch

Verabschiedung Pater Lötscher am 9.7.2017

Rückblick auf die Verabschiedung von Pater Anton Lötscher als Leiter des Pfarrverbands Grünwald, Pfarrer von Maria Königin und Pfarradminstrator von St. Peter und Paul am 9.7.2017.

(Unten auf der Seite finden Sie den ausführlichen Artikel von Stefani Eisele zur Verabschiedung, der im Isaranzeiger erschien)

Die Abschiedsmesse zelebrierten Dekan Monsignore Walter Wenninger, Pater Anton Lötscher OMI, Pater Alfred Tönnis OMI, Pater Pawel Klos SDB. Die Zeremonie wurde geleitet von Domzeremoniar i.R. Diakon Anton Häckler

Ein bunter Bilderreigen (Fotos: Stefani Eisele):

Festlicher Abschied für Pater Lötscher OMI

Nach zwölf Jahren Tätigkeit in Grünwald geht der Gründer des Pfarrverbands mit 77 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“

Welch ein passendes Evangelium für den Abschiedsgottesdienst von Pater Anton Lötscher OMI. In seiner Predigt verdeutlichte er wie Gott sich klein gemacht und den Menschen zuwandt hatte, um Ruhe für die Seelen zu schaffen. Der Auftrag der Kirche ist, sich den Menschen zu öffnen und sich ein Beispiel zu nehmen an den zahlreichen Vorbildern, die es in der Geschichte, aber auch heute unter den Christen gibt.

Durch die zwölf Jahre hindurch sah unser Seelsorger in der Zugewandtheit seine wichtigste Aufgabe und prägte sein Selbstverständnis als Pfarrer und Seelsorger. Papst Franziskus nennt Barmherzigkeit das bestimmende Kriterium für Kinder Gottes. Die Kirche darf dabei nicht das Kontrollzentrum der Gnade sein, sondern muss die Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen fördern. Sensibilität, Verlässlichkeit, Offenheit, Geduld für das Gegenüber, Ermutigung auch bei kleinsten Schritten schafft eine herzliche Nähe zum Menschen.

Pater Lötscher war die mutige Nachfolge Jesu ein Herzensanliegen. Er wünscht allen Grünwaldern, dass wir auch nach seinem Abschied diese Wärme und Nähe zueinander behalten mögen. Direkt bei uns sieht man mit offenen Augen und wichtiger noch einem offenen Herzen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, Armut, Krankheit und Einsamkeit. Hier muss man sich einmischen! Barmherzigkeit ist der Tragbalken, der die Kirche – auch in Grünwald – stützt.

Pater Lötscher bat aber auch um Entschuldigung wo es ihm nicht gelungen war oder er Menschen ungewollt zu nahe getreten sei. Besonders freute ihn, dass seine Familie aus der Schweiz angereist war und das Bläserquartett der Stadt Biberach den Gottesdienst mitgestaltete. Unter der Festgemeinde war auch ein kleiner Anton, den Pater Lötscher erst vor wenigen Wochen getauft hatte. Dessen Eltern wurden schon von Pater Lötscher getauft, gingen bei ihm in Biberach zur Erstkommunion, waren bis zu seinem Abschied beide Ministranten, wurden von ihm verheiratet und er darf sogar Pate für den kleinen Anton sein.

Festlich umrahmt wurde der Altarbereich von den Fahnenabordnungen der Freunde Grünwalds, der Grünwald Schützen, der Römerburgschützen, des TSV Grünwald, des Trachtenvereins D’Isartaler Grünwald, der Feuerwehr und des Burschenvereins, die tapfer bei den schwülen Temperaturen ihren Mann standen.

Auch zahlreiche Ministranten und ehemalige Ministranten waren zum Abschied gekommen und überreichten Pater Lötscher gelbe Rosen. Für die wunderschöne musikalische Umrahmung sorgten Anne Horsch an der Orgel, der Chor unter der Leitung von Alfons Hirth, die Sängerinnen Andrea Gast und Maria Kuper, die Kantoren und Lektoren. Auf der Pfarrfestwiese war im Zelt und davor von tüchtigen Helferhänden zu einem Empfang mit Fingerfood, Getränken und selbstgemachtem Nachtisch alle Tische in rot und weiß für unseren lieben Eidgenossen gerichtet.

Dekan Wenninger dankte Pater Lötscher für sein Vertrauen und die nikodemischen Gespräche, die beide miteinander haben durften – auch ein Pfarrer möchte sich mal gerne aussprechen, seine Seele baumeln lassen. Für den Ruhesitz schenkte er ihm zwei bequeme Sitzkissen.

Nach der Messe zog die zahlreiche Festgemeinde begleitet von der Blaskapelle Grünwald zur Pfarrfestwiese, wo es mit Abschiedsreden, Lobgesängen, speziell gedichteten Chorsätzen, persönlichen Geschenken und Glückwünschen einen festlichen Abschluss gab. Pater Lötscher trug sich dort auch in das goldene Buch der Gemeinde Grünwald ein.

Pater Lötscher wollte ja zu seinem Ruhestand gerne nach Biberach zurückkehren, aber das Bistum Rottenburg sah keine Möglichkeit. Schließlich gab Pater Lötscher dem fortgesetzten Ersuchen des Erzbistums München nach und tritt zum Ruhestand am 1. Oktober eine 40% Stelle ohne Verwaltungsaufgaben im Wallfahrtsort Weihenlinden bei Irschenberg an.

Zum 18. Juli fliegt er in den dreiwöchigen Sommerurlaub nach Spanien. Währenddessen vertritt ihn wie bewährt Pfarrer Jozef Antal aus Siebenbürgen. Anschließend vom 10. August an ist Pater Lötscher bis zum ersten Septemberwochenende noch in Grünwald aktiv. Im September hat er ganz frei und kann in Ruhe seinen Umzug organisieren. Die Messen um den Schulbeginn übernimmt gerne Pater Pawel Klos SDB und für das letzte Wochenende im September ist ein Wortgottesdienst geplant. Ab dem 1. Oktober hat der Pfarrverband Grünwald dann mit Pfarrer Strasser-Langenfeld wieder einen Pfarrer im Ort.

Stefani Eisele

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