Andreas Kuhnlein mit Skulpturen
Empathie - Skulpturen Andreas Kuhnlein
Empathie - Skulpturen Andreas Kuhnlein
Empathie - Skulpturen Andreas Kuhnlein

Empathie mit Gottes Schöpfung – Skulpturen Andreas Kuhnlein im Kirchenraum von Maria Königin

Vom 1. bis 18. März 2020 waren zum Thema „Empathie für Gottes Schöpfung“ drei Skulpturen des Unterwössener Bildhauers Andreas Kuhnlein im Kirchenraum von Maria Königin in Grünwald installiert. Der Kirchenraum von Maria Königin mit seiner klaren und weiten Struktur im Altarbereich bot sich für die Einbindung der prägnanten Figuren des Künstlers in den Gottesdiensten, aber auch für Betrachtungen in Workshops und ökumenischen Themenabenden an.
Die um die Installation von Andreas Kuhnlein herum geplanten weiteren Veranstaltungen müssen wegen der aktuellen Ansteckungsgefahr leider ausfallen. Das eigentlich geplante Programm finden Sie hier und weitere Informationen zu Andreas Kuhnlein hier. Die Predigt von H.H. Strasser-Langenfeld am 1. März 2020 anlässlich der Vorstellung der Figuren finden Sie hier.

Anlässlich der vorzeitigen Beendigung der Installation am 18. März  2020 aufgrund der Corona-Krise hat Pfarrer Strasser-Langenfeld in „Letzten Gedanken zur Installation“ die Skulpturen mit der Bedrängnis unseres Lebens in Verbingung gebracht.

Frau Kornelia Banasik hat mit Fotos der Installation eine wunderbare Bildmeditation zu unserem Thema geschaffen, die im Hinblick auf die gerade über uns hereinbrechende Corona-Krise nochmals besondere Aktualität erhält.

„Verehrte Besucher unserer Installation,
leider konnten wir aufgrund der aktuellen Pandemie unser Rahmenprogramm nicht mehr fortsetzen. Da in den nächsten Tagen auch eine Ausgangssperre möglich werden könnte, habe ich mit dem Künstler Andreas Kuhnlein vereinbart, die Installation „Empathie für Gottes Schöpfung“ abzubrechen. Die Figuren wurden am 18.3.2020 von ihm abgeholt.
Mein letzter Gedanke war: Die Skulpturen beschreiben, was wir gerade erleben. Der Corona Virus ist dabei unser ganzes Leben in allen Bereichen niederzuringen („der Unterdrücker“). Die „Auszeit“ als Figur führt uns vor Augen, was jetzt Not – wendend wird. Der normale Fluss unseres Lebens ist unterbrochen. Wir werden in verschiedene Formen von Auszeit geschickt, die Covid 19 an seiner Ausbreitung hindern sollen. Zu Viele haben noch nicht verstanden, dass es jetzt um das Elementarste geht: Um Leben und Tod, um Schutz der Schwächsten, um Solidarität und Rücksichtnahme, um Nächstenliebe.
Diese Auszeiten können wir auch als Chancen entdecken. Zurückgeworfen auf das Elementare können wir den Wert dieses Elementaren entdecken, seine Kraft, seine Bedeutung für unser Leben. Wenn alles im Leben läuft und möglich ist, verlieren wir nicht selten den Kontakt zum Elementaren und letztlich Tragenden. Immer wieder in den letzten Tagen kam mir der Gedanke: Jetzt können wir von den kontemplativen Orden lernen. Sie leben zurückgezogen von der Welt und fühlen sich in einem Ausmaß und einer Qualität mit allem Seienden verbunden, die uns, die wir mitten in der Welt leben, oft abgeht.
Und dann ist da noch die dritte Skulptur „der Lichtblick“. Sie schaut auf das Kreuz und das Licht, das hinter dem Kreuz durch das bunte Glasfenster in den Raum strahlt. Sie schaut auf den, der in der Sonnenfinsternis seines Lebens den alles Leid wendenden Gott erleben durfte. Zu ihm haben Menschen aufgeschaut und Hilfe erfahren.
Die Skulptur „der Lichtblick“ zeigt uns die Richtung in die wir schauen sollen in diesen notvollen Zeiten.“
Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld 

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